📖 Buch Rezension & Kritik Sturmhöhe -

Rezension vom 01.12.2022

Ein Drama, das sich um den fremden und ausgegrenzten und von manchen als Teufel bezeichneten Heathcliff spinnt.

Sturmhöhe Emily Brontë

Den Auftakt unseres gemeinsamen Lesejahres 2023 machte der Klassiker “Sturmhöhe” von Emily Brontë. Damit sind wir direkt mit einer Jubilarin gestartet, denn Emily Brontë begeht in diesem Jahr ihren 175. Todestag.

“Sturmhöhe” - Was für ein Drama, das sich um den andersartigen, den fremden und ausgegrenzten und von manchen als Teufel bezeichneten Heathcliff spinnt. Dieses komplexe Werk hat bei uns kein klares einfaches Urteil gefunden. Die Meinungen reichten von spannend bis verstörend. In jedem Fall bietet der Roman enorm viel (Zünd-)Stoff für Diskussionen und wirft eine Menge Fragen auf: Woher kommt der Findling Heathcliff? Warum liebt Mr. Earnshaw das Findlingskind mehr als seine eigenen Kinder? Wie glaubwürdig ist die Haushälterin Mrs. Dean, die uns bzw. Mr. Lockwood die ganze Geschichte erzählt? Und viel Wahrheit steckt drin, wenn der Erzähler Mr. Lockwood das Erzählte von Mrs. Dean wiedergibt, was ihr wiederum erzählt wurde? Beeindruckt hat uns, dass Emily Brontë dieses komplexe Werk bereits in so jungen Jahren verfasst hat. Der Roman erschien 1847 als sie 29 Jahre alt war. Und ein Jahr später, im Alter von 30 Jahren, ist Emily Brontë verstorben.

Was die meisten von uns bleibend verändert hat: Den großartigen Song “Wuthering Heights” von Kate Bush, den sie in Anlehnung an den Roman geschrieben hat, hören wir ab sofort mit ganz anderen Ohren.

Rezension - besprochenes Buch

Titel: Sturmhöhe
Belletristik
400 Seiten
Verlag: Anaconda Verlag
Erscheinungsjahr:
ISBN: 978-3-86647-431-4

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